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für Psychotherapie

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Aktuell im Fortbildungsprogramm der BAP: Individualisierte Psychotherapie

am 6. und 7. Oktober 2017 findet an der BAP die erste Veranstaltung im Rahmen des neuen Fortbildungsprogramms 2017/2018 statt. Wir haben Herrn Prof. Dr. Martin Sack eingeladen, der in einem Vortrag und Workshop zum Thema "Individualisierte Psychotherapie" referieren wird.

Zum Inhalt der Veranstaltungen:

Vortrag am Fr., 06.10.2017 (19.00 – 21.15 Uhr)
Individualisierte Psychotherapie – Ein methodenübergreifendes Behandlungskonzept

Psychotherapeutische Behandlungen werden heute bevorzugt an störungsspezifischen Behandlungskonzepten ausgerichtet. Hierbei wird oft nicht ausreichend berücksichtigt, dass die gleiche Symptomatik ganz unterschiedliche Ursachen haben kann und dass über eine Reduktion der Symptomatik hinausgehende Behandlungsbedürfnisse bestehen können.
Entscheidend für die Klärung individueller Behandlungsziele im Sinne einer therapiebezogenen Diagnostik ist die Exploration des individuellen Leids des Patienten. Für die Therapieplanung sind darüber hinaus symptomorientierte Behandlungsziele, aber auch unbefriedigte Grundbedürfnisse sowie behandlungsrelevante biographische Stressoren zu berücksichtigen

Workshop am Sa., 07.10.2017 (9.30 – 17.30 Uhr)
Praxis individualisierter Therapieplanung und Therapiedurchführung
Die Wahl der geeigneten psychotherapeutischen Behandlungsmethode sollte den individuellen Behandlungszielen und der Persönlichkeit des Patienten flexibel angepasst werden. Aus der Perspektive der verschiedenen Psychotherapieschulen ergeben sich grundlegende Konzepte zum ätiologischen Verständnis der Problematik. Für die Behandlungsplanung und Fokussierung der Therapie hat jedoch die Klärung der individuellen Not des Patienten eine zentrale Bedeutung. Behandlungsmethoden sollten nach der jeweiligen Zielsetzung der Therapie ausgewählt werden und nicht apriori anhand einer bevorzugten theoretischen Ausrichtung des Therapeuten.
Im Workshop werden die grundlegenden theoretischen Modelle sowie das schrittweiser konkrete Vorgehen einer therapieschulenübergreifenden Behandlungsplanung zur Diskussion gestellt und am Fallbeispiel (gerne auch der Teilnehmer) erläutert.

Prof. Dr. Martin Sack ist leitender Oberarzt und Leiter der Sektion Traumafolgestörungen an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des Klinikums rechts der Isar, TU-München. Seine Forschungsschwerpunkte sind Folgen kindlicher Gewalterfahrungen und Vernachlässigung, Wirkfaktoren traumatherapeutischer Behandlungen sowie methodenübergreifende Konzepte von Psychotherapie. Im akademischen Jahr 2014/2015 war Martin Sack Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin mit einem Projekt zur Individualisierung psychotherapeutischer Behandlungen.

Ausgewählte Publikationen
Sack, M.: Schonende Traumatherapie – ressourcenorientierte Behandlung von Traumafolgestörungen. Schattauer, Stuttgart 2010.
Sack, M.; Schellong, J.; Sachsse, U.: Komplexe Traumafolgestörungen – Diagnostik und Behandlung der Folgen schwerer Gewalt und Vernachlässigung, Schattauer, Stuttgart 2013.
Sack, M. (2016): Individualisierte Behandlung von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen. Persönlichkeitsstörungen 20; 135-143

Eine vorherige Anmeldung für die Veranstaltungen ist unbedingt erforderlich! Teilnahme ist gebührenpflichtig.

Informationen und Anmeldung:
Esther Fußbach, Tel. 030/209166151, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!